Schmidtberger


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07 Februar 2012

 

  Wie alles begann..                     

     Also, 'ne Vita, (oder Bio.), tabellarisch sowieso nicht. Ich schrieb' mal so los und guckte noch nach Bildern und so wie es ausschaut, ist noch mit einigen Zusätzen zu rechnen.  Ich versuche hier aber keine Buchmaße anzustreben.

Aber es wird wohl noch wachsen. 

 

Nun aber endlich los:

 

Wie alles begann...

 Es begab sich an einem ersten April, (so ist es belegt). Etwas nach dem Anfang des letzten Zwanzigstel des vorigen Jahrtausends. Wild  schreiend und fuchtelnd erblickte in der schauderbar schönen Stadt Hagen ein kleines Wesen das Licht  der Welt und ward von nun an Rainer (der kluge Berater) genannt. 

 s'Rainerle

Seit jenem denkwürdigen Tage währt nun eine lang anhaltende Kindheit. 

Das Bürschchen  In den wüsten Gefilden der sauerländischen Ruhr wuchs er flugs zu einem stattlich' Recken empor der auch alsbald mittelreif dem Schulmeister ade sagte und sich in der Hasper Hütten trefflich in der Kunst des Eisenwirkens übte. Doch wie hell der Amboss auch klang, schon bald war er einer anderen Kunst erlegen. Die holde Musici rührte zu sehr an sein Wesen und so verschrieb er sich ihr mit Haut und Haar. 
 

   Gerade erst zum Gesellen ernannt lies er den Hammer fallen und floh die Hagener  Berge und Täler um fortan als gemeiner Spielmann & Sänger von Fest zu Fest zu ziehen, von Folkclub zu Musikkneipe. Immer größere Kreise ziehend lernte er andere Spielleut' kennen. Erfahrungen, Instrumente, Weisen & Wohlklang, Orte mit freundlich gesinnten Wirtsleut' und auch manch Name einer holden Maid wurden ausgetauscht. Alldieweil machten Berichte von großen Bardentreffen die Runde. Der Kontinent ward immer kleiner und nach Hellas, Magyar, Iberien und Lüdenscheid wanderte er auch  auf gälisch/keltischen Pfaden.

 
Heute hier, morgen dort 

 

Paradies: Ein Quadratkilometer ohne Autos, Strom und Laden im Meer)  Auf einer winzigen Insel im oberen Nordwesten der wilden irischen Atlantikküste lernte er genügsam mit Huhn, Milchziegen & mehr Getier, dem Atlantik, Torf und seiner ach so geliebten Terada-Laute zu leben. Doch auch dies' Idyll zwischen Muscheln, Netzen und Fledermäusen sollte noch lange nicht der Ruhesitz werden. Denn zu jung noch an Jahren, zuviel Neugierde und Tatendrang zogen ihn zurück in die weite Welt. Er verabschiedete sich von seinen sieben Nachbarn und begann seine drei Überfahrten zum Kontinent.  

 

..Und siedelte ausgerechnet wieder auf einer Insel, diesmal mitten in der DDR.  Man schrieb das Jahr 1980.Mit vielen Kollegen gab er sich dann rund um den Kuhdamm (Steve Club, Go In, Folk Pub, Banana, Schwarzes Cafe...) mehrmals am Abend die Klinken in die Hand. (Das waren schon seltsame Sitten da in diesem Biotop. Man sah und hörte egal in welcher Musikkneipe man saß zeitversetzt das Programm der aktuellen Musikszene. Das wurde dort dann auch gleich per Bildschirm in die hintersten Ecken des Lokals übertragen, Lokalfernsehen der reinsten Sorte also schon Anfang der Achtziger.)

 

 Ingelheimer Folk Festival  Nein, das ist nicht das Rotkäppchen und auch nicht der Wolf.
 Ingelheimer Folk Festival  

 

Einige Zeit darauf, Mitte des vorletzten Jahrzehnt des zweiten Jahrtausends, fand sich auf einer alten Domäne in Lutter am Barrenberge (am Harz) eine lustige Gesellschaft um als 'Fliegender Hexenkessel' mit zirzensisch/akrobatisch/musikalischer Unterhaltung der Leut'  übers Land zu ziehen. Nebst einem fröhlichen Fiedler aus Köln übten wir uns nicht nur in der Kunst des Musizierens, nein, Equillibristik und Illusion traten mit in den Vordergrund.

 

 TOK, TOCK, THOK & TOC THEATER   Hernach führten ihn seine Wege nach Uetersen. Dort wurde er in einer alten Brauerei vor den Toren Hamburgs das vierte Toc im legendären TOK, TOCK, THOK & TOC THEATER, welches durch das wachsende Reich Helmut des Dickens zog, das Volk zu Wasser   und zu Erd' künstlerisch    in diesem unserem Lande zu beglücken.                                                                                Das führte uns von nordfriesischen Inseln über Kieler Bühnen und Hamburgs Kampnagelfabrik weiter in den Süden und Westen.

+TOK, TOCK, THOK & TOC THEATER+ 

 

In dieser Zeit entwickelte sich langsam aus einer kleinen Nebenrolle die Figur Schmidtberger (was ja eigentlich auch nahe lag als Sohn  der Käthe Homberger, geb. Schmidt).

 

 Da fliegen dir die Schuhe weg.  Doch auch diese nordischen Jahre gingen ins Land (oder in die Stadt rein?) und er vernahm ein leises Rufen der Heimat. Dort, tief im Westen (sacht der Herbert, der alte Bochumer) richtete er sich ein hübsches, kleines Refugium für sich und sein stetig wachsendes Instrumentarium ein. (Ach ja, Herbert der hat in unserm Hagener Folkclub im Kneipenhinterzimmer noch für 'ne Mark Eintritt gespielt und fiel neben frivolem Liedgut vor allem durch die absolut kräftigste Stimme auf (Schauspieler), die uns bis dahin untergekommen ist. (Diese haben die Techniker im Studio allerdings oft  zu stark gebremst. Die so genannten 'Comedyimitatoren' ohne Gesangsausbildung hätten sonst weniger zu tun.)
 
Ich war also wieder am Volmestrand, am Rande des Sauerlands (oder Ruhrgebiets)  gelandet und Muttern hatt' sich sehr gefreut.
Auf Stadtfesten, Eröffnungen und anderen großen Anlässen war mein Handwerk (gute Handarbeit ist unabdingbar) auch bald gefragt.
Doch Obacht !!!
Mann weiß nie welch'  seltsame Gesellen plötzlich aus dem Publikum auftauchen können. 
Mein schönstes Zauberkunststück. Politiker sprachlos! 
Barde und Gaukler Schmidtberger mit Mandoline  

 Am meisten waren seine Dienste bei Wirtsleut', ob der famosen Stimmung der Gäste, recht begehrt und sicherten ein nicht allzu karges Auskommen. Er ließ sich sogar über Jahre fest zur Moderation mittelalterlicher Tafelrunden verpflichten. Sitzt er nun gemütlich zu Haus?

Aus die Maus?

 Mitnichten! Wer soviel Freiheit, Land und Liebe genossen, den treibt es doch alleweil hinaus auf die Feste, die Feiern und die Märkte. Denn wer die strahlenden Augen des Publikums und dessen freudigen Applaus genossen wird immer mit Freude & Liebe für die Menschen spielen.

 

Und mittlerweile blicke ich auch stolz auf die Liste der Burgen und Schlösser auf denen ich nicht nur mittelalterbegeisterte Menschen unterhalten habe.

Aber Deutschland hat noch sooo viele Burgen..............

 

 
 

Nun muss ich mich sputen, Rainer Schmidtberger,           gegeben zu Essen Sa. den 3. Nov.  anno 2007

 

 

Täterätä!

Zum heutigen 4. Jahrestag dieser Heimseiten staune ich nicht schlecht über die 158 000 Besuche.

 

( Zum Glück haben nicht alle angerufen. )

  

                                                                               Schmidtberger Wappen